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Mo, 11.09.2017 06:05
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pte20170911002 Medien/Kommunikation, Tourismus/Reisen

Tourismus: Algorithmus empfiehlt Geheimtipps

Instagram-Postings verraten beliebte Attraktionen bei Einheimischen
Sankt Petersburg: Stadt hat mehr als nur die Eremitage (Foto: Ninara/flickr.com)
Sankt Petersburg: Stadt hat mehr als nur die Eremitage (Foto: Ninara/flickr.com)

Sankt Petersburg (pte002/11.09.2017/06:05) - Informatiker der ITMO University http://en.ifmo.ru/en haben einen Algorithmus entwickelt, der Touristen bei Einheimischen beliebte Attraktionen abseits ausgetretener Massentourismus-Pfade empfiehlt. Das System setzt dazu auf Instagram als Datenquelle. Die dortigen Postings verraten nämlich bei geeigneter Analyse, wo sich die örtliche Bevölkerung gern aufhält. Das haben die Forscher zunächst am Beispiel der nördlichsten Millionenstadt der Welt, Sankt Petersburg, demonstriert.

Erlebnisfotos von daheim

"Reiseführer bieten Touristen meist eine Liste von zehn bis 15 Attraktionen. Einheimische kennen meist viel mehr. Indem wir ihre Lieblingsorte ermitteln, können wir Touristen ein viel breiteres Erlebnis bieten", sagt Alexander Visheratin, Forschungsleiter am eScience Institute der ITMO University. Um zu ermitteln, wo sich die Bewohner einer Stadt gerne aufhalten, setzt sein Team auf Instagram. Denn die rund 700 Mio. Nutzer des sozialen Mediums posten nicht nur gerne Urlaubsfotos. Vor allem zeigen viele Bilder, wo sie sich in der Heimat am liebsten aufhalten, und das oft auch in Verbindung mit genauen Standortdaten.

Um die wichtigsten Geheimtipps in Sank Petersburg zu ermitteln, hat das Team nur Instagram-Postings aus den Monaten Februar und November berücksichtigt. Denn da sind wenig Touristen in der Stadt. Dann hat ihr Algorithmus das Posting-Verhalten der Nutzer analysiert. Denn wer innerhalb von zwei Wochen viele Fotos vor allem aus der Innenstadt postet, ist vermutlich selbst Tourist und wird daher nicht berücksichtigt. Wer dagegen regelmäßig Fotos aus Sankt Petersburg veröffentlicht, lebt wohl dort. Zudem scheidet das Programm die 15 bekanntesten Touristen-Attraktionen, wie beispielsweise die Eremitage, automatisch aus.

Destinationen statt Verkehrsmittel

Auch Instagram-Postings von nützlichen, aber wenig interessanten Orten wie U-Bahn-Stationen sowie Fotos mit zu allgemein gehaltenen Geotags wurden in der Analyse nicht berücksichtigt. Dafür teilt das System beliebte Orte automatisch in fünf Kategorien wie "Restaurants und Bars" oder "Museen und Theater" ein. In dieser ist die beliebteste Destination der Sankt Petersburger demnach der Eispalast, eine Multifunktionshalle für Sport- und Konzertveranstaltungen. Von Reiseführern vernachlässigt, doch bei der Bevölkerung sehr beliebt, sind zudem die Alexandersäule vor dem Winterpalast sowie das Fontanka-Ufer.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-314
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