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Mi, 14.02.2018 06:05
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pte20180214004 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Meeresspiegel steigt immer schneller

Rate bis 2100 womöglich mehr als ein Zentimeter pro Jahr
Küste: Das Wasser steigt ständig stärker (Foto: Andreas Hermsdorf, pixelio.de)
Küste: Das Wasser steigt ständig stärker (Foto: Andreas Hermsdorf, pixelio.de)

Boulder (pte004/14.02.2018/06:05) - Der Meeresspiegel steigt nicht nur, er steigt auch immer schneller. Das hat eine Analyse von Satellitendaten aus den vergangenen 25 Jahren unter Leitung des Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences (CIRES) http://cires.colorado.edu ergeben. Wenn der Anstieg weiter so zunimmt, könnte der Meeresspiegel im Jahr 2100 bereits um mehr als einen Zentimeter pro Jahr ansteigen - und selbst das wäre wohl eher eine optimistische Schätzung.

Immer mehr Meerwasser

Der weltweite Meeresspiegel steigt der Analyse zufolge nicht einfach um drei Millimeter pro Jahr, sondern immer schneller. Um 0,08 Millimeter wächst der Anstieg demnach jährlich. "Diese Beschleunigung, angetrieben vor allem von Schmelze in Grönland und Antarktika, könnte den Gesamtanstieg des Meeresspiegels bis 2100 gegenüber Vorhersagen mit konstanter Rate verdoppeln - auf über 60 Zentimeter statt 30 Zentimeter", sagt CIRES-Studienleiter Steve Nerem, auch Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der University of Colorado in Boulder.

"Das ist ziemlich sicher eine konservative Schätzung", warnt zudem Nerem. Denn die neue Prognose nimmt an, dass die Zuwachsrate des Anstiegs konstant so stark bleibt wie in den vergangenen 25 Jahren. "Angesichts der großen Veränderungen, die wir bei Eisdecken heute beobachten, ist das unwahrscheinlich", betont der Forscher. Es steht also zu befürchten, dass der Meeresspiegel bis 2100 noch stärker steigt, also um die in der aktuellen Arbeit vorhergesagten 65 Zentimeter.

Genauere Modelle nötig

Die in "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlichte Studie nutzt Satellitenmessungen seit 1992, um die Entwicklung des Anstiegs des Meeresspiegels abzuschätzen. Die Forscher setzen dabei auch auf Klimamodelle, um zeitweilige Effekte wie eine Abnahme nach größeren Vulkanausbrüchen oder Fluktuationen aufgrund von Phänomenen wie El Niño herauszurechnen und so den von globaler Erwärmung getriebenen Anstieg sichtbar zu machen.

Dieser Anstieg resultiert nicht nur daraus, dass die Schmelze globaler Eisdecken mehr Wasser in die Weltmeere gelangt. Ebenso wichtig ist auch, dass wärmeres Wasser mehr Volumen hat. Diese thermische Expansion ist Nerem zufolge für etwa die Hälfte jenes Anstiegs der Meeresspiegel von sieben Zentimetern verantwortlich, der innerhalb der vergangenen 25 Jahre zu beobachten war.

Zum Paper "Climate-change-driven accelerated sea-level rise detected in the altimeter era": http://www.pnas.org/content/early/2018/02/06/1717312115

(Ende)

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